Besuch der Berufsschule Aarau

Sek E3 von F. Meier

Herr Knoblauch, Rektor der bsa, begrüsst die Schülerinnen und Schüler der 3. Sek E.

Am Dienstag, 7. November 2017 hatten die Klassen der 3. Sekundarschule E die Möglichkeit, die Berufsschule in Aarau (bsa) zu besuchen. Nachdem uns Herr A. Kohler am Ende des zweiten Kurses an der Kreisschule über die BM informiert hatte, lud uns Herr Knoblauch, Rektor der bsa, zu sich nach Aarau ein.

Die Schülerinnen und Schüler der beiden Klassen hatten im Vorfeld die Möglichkeit, sich in drei verschiedenen Lektionen des Berufskundeunterrichts von Lernenden und des Unterrichts der BM2 einzuschreiben.

Am Dienstagmorgen wurden wir um 9 Uhr durch Herrn Knoblauch in einem Sitzungszimmer der bsa begrüsst. Er informierte unsere baldigen Schulabgänger über seine Schule, welche über 3'000 Studierende umfasst und zeigte auf, wie gross die Durchmischung sowohl in den verschiedenen wie auch in den geschlechtertypischen Berufen sei, was zu einem tollen Berufsklima führe.
Ziemlich rasch wurde klar, dass Herrn Knoblauch die straffe Führung der Schule sehr am Herzen liegt, Disziplin wird gefordert, auf die lückenlose Präsenz der Studierenden wird grossen Wert gelegt. Die jungen Erwachsenen sollen möglichst bald lernen, Verantwortung für ihre Ausbildung zu übernehmen, sowohl in der Schule wie auch im Betrieb. Dass dies ein Reifeprozess ist, ist dem Rektor sehr wohl bewusst. Ihm ist es ein Anliegen, dass die Lehrpersonen der bsa ihre Schüler dabei begleiten.

Ganz besonders weist er auf die Möglichkeit einer Berufsmaturität hin, welche zwar anspruchsvoll und anstrengend sei, jedoch als Türöffner gelte.
Konrektor Herr Bläuenstein, welcher für die BM-Ausbildung zuständig ist, informierte unsere Klassen weiter, dass die BM ein guter Mittelweg sei für Studierende, welche nicht Vollzeit an die Kantonsschule gehen wollen, aber neben der Ausbildung im Beruf auch noch eine weitere Herausforderung suchen. Die BM biete die Möglichkeit einer doppelten Qualifikation, betonte Herr Bläuenstein, und Lernende könnten sich neben dem Geldverdienen einen zusätzlichen Vorteil im Berufsleben schaffen. Er zeigte uns die verschiedenen Richtungen der BM und gab den Tipp, diese nach den individuellen Fähigkeiten zu wählen. Dazu wies er auf die unterschiedlichen Stundentafeln hin, welche der jeweiligen BM-Richtung angepasst sind.

Nun hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, in den Unterricht verschiedener Klassen hineinsehen zu können. In kleinen Gruppen besuchten sie also eine Lektion der angehenden Elektroinstallateure, Coiffeusen, MPAs, Bäcker-Konditor, Maler, Zeichner, wie auch den Sprach- oder Mathematikunterricht der BM2-Klassen.

Dies hinterliess viele Eindrücke. Die fehlende Schulglocke fiel besonders auf. Herr Knoblauch erklärte uns anschliessend, dass der Unterricht der einzelnen Berufsgruppen nicht dem selben Plan folge und so individuell geplanter Unterricht möglich sei.

Aufgefallen ist unseren Schülern auch, dass an der bsa deutlich mehr Eigenverantwortung erwartet wird, die Studenten weniger eng begleitet werden oder gar Bussen verteilt werden, wenn Hausaufgaben nicht gemacht sind oder man zu spät zum Unterricht erscheint. Den Unterricht an sich erlebten unsere Klassen als deutlich offener, so sei viel diskutiert worden, es war im Unterricht sogar erlaubt zu schwatzen und Computer und Mobiltelefone durften zum Lernen eingesetzt werden, das kam gut an. Unsere Schulabgänger freuen sich auf die kommende Zeit als Lernende, wenn sie als junge Erwachsene angesehen und auch so behandelt werden, auf die vielen Möglichkeiten, welche ihnen offenstehen werden, die neuen und berufsbezogenen Fächer, die Menschen, welche sie neu kennenlernen werden, auch wenn sie vor den Anforderungen einer Lehre noch etwas Respekt haben.

Herr Knoblauch ist im Anschluss der Besuche auf einige Fragen unserer Schüler eingegangen und hat nochmals darauf hingewiesen, wie wichtig ihnen Selbstverantwortung an der bsa sei, dass die Lehrpersonen die Entwicklung zu jungen Erwachsenen begleiten möchten und gegenseitiger Respekt gelebt und eingefordert werde. An der bsa sei den Studierenden mehr erlaubt, es werde jedoch auch mehr erwartet.

Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals ganz herzlich für den tollen, informativen Morgen, es war eine wertvolle Erfahrung für uns alle!

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